WIRKUNG Virabhadrāsana B


Kriegerstellung B

 

Physische Wirkungen:

  • Trainiert die Glieder und den Rumpf.
  • Fördert Stärke und Ausdauer.
  • Vermindert Steifheit im Nacken und in den Schultern.
  • Verbessert die Stabilität.
  • Aktiviert den unteren Bauch und die Wirbelsäule.
  • Die Rückenstrecker werden gestärkt.
  • Verbessert die Beweglichkeit von Knien und Hüften.
  • Vergrössert das Lungenvolumen.
  • Hilft bei der Behandlung von Bandscheibenvorfällen.
  • Mildert die Beschwerden bei gebrochenem Steißbein.
  • Reduziert die Fettpolster an der Hüfte.
  • Lindert Schmerzen im unteren Rücken.

 

Gedehnte Muskeln:

  • Der große Gesäßmuskel des vorderen Beins, die Wade des hinteren Beins und die Bizeps-Muskeln werden gedehnt.
  • Öffnet die Leisten und inneren Oberschenkelmuskel.

 

Ausrichtung der Gelenke:

  • Das vordere Bein ist so stark gebeugt wie in Virabadrāsana A, die Arme und Schultern sind weit zu beiden Seiten geöffnet. In Virabadrāsana B sind die Füsse ausgerichtet wie in Virabadrāsana A, der hintere Fuß kann um 5 bis 15 Grad ausgedreht werden, um die Hüft-Adduktoren zu öffnen.
  • Die Arme bleiben auf Schulterhöhe. Widerstehe der Tendenz, den hinteren Arm sinken zu lassen. Die Arme strecken gleichmäßig nach vorne und hinten, die Finger sind aktiv bis in die Fingerspitzen. Die Handflächen zeigen nach unten.
  • Das Kniegelenk des vorderen Beins gleibt genau über dem Fußgelenk ausgerichtet.
  • Das rechte Schlüsselbein (vorderer Arm) und das rechte Hüftgelenk (vorderes Bein) ziehen weit weg vom linken (hinteren). Die Brust und die Hüften öffnen sich.
  • Der Kammmuskel und Lenden-Darmbein-Muskel des vorderen Beins beugen die Hüfte.
  • Der Quadrizeps des vorderen Beins ist angespannt, er trägt das Körpergewicht.
  • Die Wadenbeinmuskeln drehen das Fußgelenk des vorderen Beins leicht nach aussen.
  • Der Fußballen des vorderen Beins drückt in den Boden.
  • Die Hüften sinken so tief wie möglich nach unten.
  • Der große Gesäßmuskel streckt die Hüfte des hinteren Beins und dreht den Oberschenkel nach aussen.
  • Der Schenkelbindenspanner und mittlere Gesäßmuskel drehen den Oberschenkel nach innen und gleichen die Aussenrotation aus.
  • Der grosse Schenkelanzieher streckt den hinteren Oberschenkel und stabilisiert den Fuß. Der Quadrizeps streckt das Knie des hinteren Beins.
  • Die Aussenkante des hinteren Fußes drückt fest in den Boden und das hintere Bein rotiert nach aussen um beide Leisten zu öffnen.
  • Der Rumpf lehnt oder zieht nicht nach vorne in Richtung des vorderen Beins. Die Schultern sind genau über den Hüften positioniert – parallel zur langen Seite der Matte.
  • Die Rückenstrecker und die quadratischen Lendenmuskel richten den Rücken auf und wölben den Lendenbereich leicht nach innen.
  •  Das Steißbein zieht nach unten, um das Becken neutral auszurichten und ein Hohlkreuz zu vermeiden. Die Wirbelsäule streckt und hebt sich aus ihrer Fundierung.
  • Die Bauchdecke ist eingezogen, um den unteren Rücken zu schützen.
  • Das Becken entfernt sich so weit wie möglich vom vorderen Knie, sodass das Schambein in einen 90 Grad-Winkel zum Knie kommt.
  • Die Obergrätenmuskel und Deltamuskeln initiieren das nach-aussen- und nach-hinten-Strecken der Arme. Der Brustkorb weitet sich dadurch.
  • Die Rhomboid-Muskeln und der mittlere Abschnitt der Trapezius-Muskeln ziehen die Schulterblätter in Richtung Wirbelsäule. Der Brustkorb weitet sich.
  • Die Schulterblätter werden vom unteren Teil der Trapezmuskel nach unten gezogen.
  • Die Trizeps-Muskeln strecken die Ellbogen.

Energetische Wirkung:

  • Richtig ausgeführt vermittelt die Position ein Gefühl von Stärke und macht das Fließen der Prāna-Energie durch den gesamten Körper spürbar.
  • Wichtig für dieses Gefühl der energiegeladenen Stärke ist, die Finger aktiv zu halten.

Drishti (Blickpunkt): Hastagrai (Finger der vorderen Hand).

Einschränkungen:

  • Diese Position bei Herzbeschwerden, Herzklopfen, Sodbrennen und Durchfall vermeiden.
  • Frauen mit verstärkter Monatsblutung sollten diese Position ebenfalls vermeiden.
  • Vorsicht bei Knieschmerzen.

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Quellen:
Yoga Anatomie 3D‚, Band 1 & 2, Ray Long, Riva Verlag, 3. Auflage, 2013
Yoga Anatomy‚, Leslie Kaminoff, Human Kinetics, Canada 2007
Ashtanga Yoga. Practice & Philosophy‘, Gregor Maehle, New World Library,California 2006
The Power of Ashtanga Yoga‘, Kino MacGregor, Shambala, Boston & London 2013
Yoga. Der Weg zu Gesundheit und Harmonie‚, B.K.S. Iyengar, Dorling Kindersley Verlag, München 2012

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